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Bericht als Word- Dokument : info110.doc
Von Birgit Kraft
Unglaublich-wenn man bedenkt wie schnellebig unsere Zeit geworden
ist. Immerhin ist die Autorin auch schon im neunten Monat, nee...meine
natürlich: schon im neunten Jahr dabei!
An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön an meine überwiegend männlichen Club-Kameraden, dass sie mich so lange an ihrem Stammtisch "geduldet" haben!
Da sich unsere gemeinsamen Club-Aktivitäten sehr in Grenzen halten, was ja auch verständlich ist, da jeder noch andere Hobbys, bzw. Familie hat, ist es um so erfreulicher, dass wir doch tatsächlich anlässlich unseres Club-Geburtstages ein mehrtägiges Fest auf die Beine gestellt haben.
Wie zu vermuten war, gab es im
Vorfeld zwei große Probleme:
a) wer beteiligt sich an den Vorbereitungen und stellt sich als
Helfer zur Verfügung? und
b) eine Örtlichkeit finden
Die große Unbekannte bei
solchen Veranstaltungen ist wohl immer die Teilnehmerzahl. Das
Olympiastadon zu mieten, wäre wohl doch etwas zu überheblich
gewesen, der Vorgarten von Tante Frieda hätte unter Umständen
zu eng werden können. Außerdem müssen auch die
Spitis einen angemessenen, möglichst sicheren Platz für
die Nachtruhe bekommen.
Alle Campingplätze die uns einfielen kamen nicht in Frage,
weil zu unkomfortabel (schließlich sind die ehemals genügsamen
Spitfire-Piloten inzwischen zum Teil doch anspruchsvoller in Punkto
Übernachtung und Körperhygiene geworden!).
Endlich hatten wir den geeigneten Ort gefunden: zwar außerhalb Berlins, aber dafür in äußerst schöner und bekannter Gegend: eine Jugendherberge im Spreewald! Wir machten uns sogar in Formation auf, um die Örtlichkeiten zu besichtigen und Club-Kameraden begannen mit der Organisation und Terminabsprache mit dem Herbergsvater.
Aber das wäre ja viiiel zu
leicht gewesen!
Aus mir nicht mehr gegenwärtigen Gründen gab es plötzlich
doch Einwände gegen den Standort und wir entschieden uns
relativ kurzfristig um.
So kam es also, dass wir nach Alt-Töplitz zogen. Ein kleiner Ort nahe Berlin, wo wir schon mehrmals unsere Weihnachtsfeiern im Landgasthaus gefeiert hatten. Dort gibt es Bungalows und auch Zeltplätze, einen Parkplatz und eine auch sehr nette Landschaft (man will ja seinen Gästen auch noch etwas anderes bieten außer Suff und Dusche!)
Sicherlich gab es auch gegen diesen Standort berechtigte Einwände, aber die Zeit rannte uns davon, neue Vorschläge gab es nicht und nun mussten endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden! Als nun endlich die Einladungen weggeschickt waren (etliche Diskussionen mussten geführt werden, ob wir nur ehemalige Clubmitglieder oder auch andere Clubs einladen sollten, da natürlich zu befürchten war, dass uns die ganze Geschichte über den Kopf wächst und wir schlussendlich nur sechs Männekiens waren, die bereit waren, die anfallenden Arbeiten zu übernehmen!) konnte mit der Feinplanung begonnen werden.
Mit dem Wirt musste über das Essen an zwei Tagen und über die Bungalows verhandelt werden. Als Geschenk an unsere Gäste einigten wir uns auf eine Live-Band (wofür der Vorschlag "Freibier" wieder verworfen wurde). Ein Multimedia-Raum mit Videos und Dia-Show wollte organisiert werden. Der Autorin wurde der Kassenwart zur Seite gestellt (woraufhin sofort die wildesten Gerüchte kursierten, hihi...) um eine "Rallye" zu organisieren. Die Idee, diese durch die Innenstadt Berlins zu führen, musste ich aber entschieden ablehnen, da ich die Teilnehmer abends doch gerne wieder zum Essen, Trinken und Feiern zurückerwarten wollte und es als unhöflich empfunden hätte, sie eventuell tagelang durch die große wilde Stadt irren zu lassen.
So hatten wir viel Spaß bei der Erkundung der Gegend, beim Aussuchen guter und landschaftlich attraktiver Straßen und beim Ausdenken von Fragen und Spielen.
Da ich selber schon an einigen
vergleichbaren Veranstaltungen anderer Clubs teilnehmen konnte,
war es für mich um so spannender, diesmal als Veranstalter
dabei zu sein. Unsere Befürchtungen, von zu zahlreichen Gästen
überrannt zu werden, traten zum Glück nicht ein. Was
zum Teil wohl daran lag, dass es zeitgleich noch andere Spitfire-Treffen
gab, und dass es doch vielen Spitis aus dem Süden Deutschlands
nicht vergönnt sein wird, die Brandenburgischen und Berliner
Straßen zu erkunden, da ihre Besitzer/Fahrer/Beifahrer/Sponsoren
die lange Anreise scheuen.
Löbliche Ausnahmen gibt's allemal: zum Beispiel Silke und
Helmut aus dem Märkischen Kreis, die von unserem Treffen
gleich weiter nach München, zum Gardasee und nach Österreich
gefahren sind (Hallo! Seid ihr wieder gut zu Hause angekommen,
du wolltest mir doch mailen!!?).
So blieb es ein überschaubares, familiäres Treffen ohne größere Pannen, aber mit viel Spaß!

Dieser fing eigentlich schon am Freitagnachmittag damit an, dass wir unter unserem Begrüßungspavillon auf dem Parkplatz saßen, in freudiger Erwartung unserer Gäste und Detlev irgendwann auf die Idee kam, doch schon mal den Begrüßungs-Obstwein zu probieren (man muss ja schließlich wissen was man anbietet!). Da wir verschiedene Sorten hatten, musste natürlich auch JEDE probiert werden! Wußte gar nicht wie lustig Obstwein aus Werder macht!! Überhaupt nicht lustig war mir am nächsten Tag zumute! Nicht wegen der Kopfschmerzen, wie ihr jetzt vielleicht denkt, nöö--- der Obstwein macht solche Beschwerden nicht, aber vielleicht das eine oder andere Bier danach??
Was ich meine: die Tatsache, dass Frank und ich uns am ersten Kontrollpunkt unserer Orientierungstour aufgebaut hatten, um den Teilnehmern Punkte zu erteilen dafür, dass sie ein supereinfaches Puzzle machen. Aber es kam niemand! --Der Alptraum jedes Rallye-Organisators! Hatten sich alle bereits am Anfang verfahren?
Ein Anruf beim "Starter" (ein Hoch auf das Handy-Zeitalter!!!) beruhigte uns: Die Bielefelder, die in Poolposition standen, hatten ein technisches Problem, aber das kann ja einen alten Spitihasen nicht erschüttern! Die Tour verlief dann im Weiteren ohne größere Probleme, selbst die Eier beim Eierlauf blieben, bis auf eines, heil (Triumph-Fahrer sind wohl sehr vorsichtige Menschen, was Jenny und Karsten vielleicht etwas den Spaß minderte! ? ).
Die Fähre ging nicht unter, und die Aufgabe, ein gekochtes Ei mitzubringen, war für die meisten viel zu einfach, denn ein richtiger Camper hat selbst im Spiti einen Kocher dabei, gell Helmut! ? Stefan und Ines haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass der Motorraum eines Mercedes (im Gegensatz zum Spiti) nicht dazu geeignet ist ein Ei hart zu bekommen.
Mein persönliches Fazit: es war ein sehr lustiges, fröhliches Wochen-nde, es gab freudiges Wiedersehen und interessantes Kennenlernen, Verabredungen zu anderen Treffen, und Erfahrungsaustausch. Unsere Clubmitglieder sind wider Erwarten nicht zerstritten, sondern wir planen sogar schon ein Deutschlandtreffen zum 25jährigen Jubiläum! Was will man mehr??
Ein großes Dankeschön hiermit an alle die zum guten Gelingen unserer Geburtstagsfeier durch tatkräftige Hilfe, originelle Ideen, oder einfach gute Laune beigetragen haben!
Erwähnen möchte ich noch, dass es doch tatsächlich einige Clubmitglieder gibt, die schon seit Clubgründung dabei sind und dass wir uns gerade in neuester Zeit wieder über neue Mitglieder und interessierte Stammtisch-Besucher freuen.
Nicht zu vergessen Patrick, der die Club-Gründung seinerzeit überhaupt erst ins Rollen gebracht hat! (Ihm verdanke ich mein erstes original Spitfire-Bier!)
In der Hoffnung, dass es allen unseren Gästen genauso viel Spaß gemacht hat wie uns, und dass wir uns bald mal bei einem Treffen wiedersehen!

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